Wer hier arbeitet, bekommt die vier Jahreszeiten hautnah zu spüren: Zu Beginn des Frühjahres kommen die Samen in die Anzuchterde, und es ist immer wieder eine Freude, schon in den darauffolgenden Tagen das Wachstum der jungen Pflanzen beobachten zu können. Dazu nutzen wir unser großes beheizbares Gewächshaus, das genügend Licht und Wärme für die neue Saat spendet. Wer aussähen will, sollte etwas Geduld und Fingerfertigkeit mitbringen. Sobald es warm genug ist, wird im Garten gesäht und gepflanzt. Die Pflege der Pflanzen hält uns die ganze Vegetationszeit über in Trab, dazu gehören auch das Gießen und das Jäten. Im Sommer beneiden uns alle um unseren Arbeitsplatz: Sonne und Vogelgesang begleiten uns.
Aber auch das Schwitzen bleibt nicht aus. Das Resultat unserer Arbeit kann man oft am Mittagstisch sehen: Salate, frische Kräuter, Erdbeeren, Gurken, Tomaten, Bohnen, Äpfel, Johannisbeeren, Kartoffeln oder vielleicht Paprika und ein bunter Blumenstrauß. Im Herbst werden die abgeernteten Beete für das Frühjahr vorbereitet und Mist und Dünger eingebracht. Vor Weihnachten fertigen wir Kränze und Gestecke. In der kalten Jahreszeit arbeiten wir oft in unserem nahegelegenen Wald, der uns mit Holz beliefert, das von uns per Hand zersägt, gehackt, gestapelt und ausgeliefert wird. Wir sind also das ganze Jahr über an der frischen Luft, und Erkältungskrankheiten sind selten bei uns Gärtnern, keine Angst vor schlechtem Wetter, Freude an körperlicher Bewegung und Lust auf selbständiges Arbeiten sind wichtig, um ein guter Gärtner zu werden.
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